Regionale Vermarktung in der Landwirtschaft stärken

Regionale Vermarktung in der Landwirtschaft stärken !

Wir besuchen den Hof Wulfsburg

Regionale Ernährung ist nicht nur gut fürs Klima, sondern es schmeckt auch besonders gut, wenn man weiß, wo es herkommt. Am Dienstag besuchte der Ortsverband der Grünen mit weiteren Interessierten den Hof der Familie Finken an der Wulfsburg, der als Vollerwerbsbetrieb geführt wird.   Marleen Finken, die Jungbäuerin, informierte ausführlich über die Entwicklung des Hofes, seine Tiere und die Umstellung auf Direktvermarktung. Nachdem die Familie die unrentabel gewordene Milchwirtschaft aufgeben musste, entschieden sie sich für Fleischerzeugung. Nach dem Einbruch der Einnahmen während der Pandemie wagte die Familie den Schritt in die Direktvermarktung vom Hof zum Endverbraucher. Wir konnten uns bei einer ausführlichen Führung, durch die Hof- und Weideflächen von der Tierhaltung überzeugen. Die Kälber, die auf der Weide geboren werden, bleiben die ersten Monate bei der Mutter. Danach kommen die jungen Rinder in Gruppen auf die Weide bis sie bis zur Schlachtreife in den Boxenlaufstall wechseln. Geschlachtet werden die Rinder in Bremerhaven, um lange Transportwege zu vermeiden. Das Besondere ist, dass hier kleine Mengen, genau der Stücke bestellt werden können, die für den jeweiligen Haushalt gewünscht werden. Die Vermarktung erfolgt über soziale Medien und Internet, es kann aber auch direkt vor Ort bestellt werden. Ist das Rind verkauft, wird geschlachtet. Wir diskutierten über Natur- und Landschaftsschutz, die Zukunft der Landwirtschaft und die Schwierigkeiten, im bestehenden Agrarsystem eigene Ansprüche an Tierwohl und Naturschutz so umzusetzen, dass die wirtschaftliche Grundlage erhalten bleibt. Auf diesen Weg hat sich die Familie Finken gemacht, Marleen Finken berichtet dabei über das Blühwiesenprojekt, das die Familie auf einigen ihrer Flächen in Hambergen ins Leben gerufen hat. Hier können Blühwiesenpatenschaften übernommen werden, die allen die Möglichkeit bieten, vor Ort und im Kleinen etwas zum Artenschutz beizutragen.

„Die Politik sollte solche Projekte unterstützen und Absatzmärkte für regionale Produkte in der Stadt fördern“, erklärte unser Bürgermeisterkandidat Jörg Fanelli-Falcke.

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